Muss Dämmung wirklich dick sein?
Nein.
Nicht nur die Wand beeinflusst den Wärmetransport – auch ihre Oberfläche.
Klassische Dämmung
↑
Der Widerstand des Bauteils wird durch zusätzliche Dämmstoffdicke erhöht.
PScoat
↑
↑
PScoat verändert den Wärmeübergang an der Außenoberfläche und damit den Wärmeweg.
Physikalisch genauer erklärt
Innen
Außen
Wärmeübergang innen
Die Raumluft überträgt Wärme auf die Wandoberfläche. Dieser Übergang besitzt einen eigenen thermischen Widerstand. Er wird mit Rsi beschrieben.
Wärme durch das Material
Anschließend fließt Wärme durch das Wandmaterial. Sein Widerstand hängt unter anderem von λ und der Materialdicke ab.
Wärmeübergang außen
Die Wärme muss schließlich von der Außenoberfläche an die Außenumgebung übertragen werden. Dieser Anteil wird mit Rse beschrieben.
Vereinfachtes Rechenbeispiel
10 cm Beton – warum die Oberfläche für den Gesamtwärmeweg überraschend relevant sein kann.
① Nur das Material
Wir betrachten zunächst ausschließlich die 10 cm dicke Betonschicht.
= 0,10 / 2,0
= 0,05 m²K/W
U = 1 / 0,05
Das ist die Betrachtung der reinen Materialleitung. Die Wärmeübergänge an den beiden Oberflächen fehlen.
② Der gesamte Wärmeweg
Jetzt berücksichtigen wir zusätzlich die Wärmeübergänge an Innen- und Außenoberfläche.
= 0,13 + 0,05 + 0,04
= 0,22 m²K/W
In diesem vereinfachten Beispiel tragen die Oberflächenwiderstände erheblich zum gesamten Wärmewiderstand bei.
Der U-Wert beschreibt den gesamten Wärmeweg: vom Raum über die Innenoberfläche, durch das Bauteil, über die Außenoberfläche bis zur Außenumgebung.
Vereinfacht:
Warum wird trotzdem mit einem festen Rse-Wert gerechnet?
In der standardisierten U-Wert-Berechnung können die tatsächlichen Wärmeübergangsbedingungen nicht für jedes Gebäude, jede Stunde, jede Windgeschwindigkeit, jede Oberflächentemperatur und jede Strahlungsumgebung vollständig neu berechnet werden.
Deshalb arbeitet die Bauphysik für die Standardberechnung mit definierten Referenzbedingungen und normierten Oberflächenwiderständen.
Die Norm legt Verfahren zur Berechnung des Wärmedurchlasswiderstands und des Wärmedurchgangskoeffizienten von Bauteilen fest und verwendet dafür standardisierte Randbedingungen bzw. Oberflächenwiderstände.
Der häufig verwendete Wert Rse = 0,04 m²K/W ist daher ein normativer Referenzwert für die Standardberechnung – kein universelles Naturgesetz, das unter allen realen Außenbedingungen exakt gleich bleibt.
Und genau hier wird es für Oberflächenbeschichtungen interessant.
Wenn die thermischen Eigenschaften einer Außenoberfläche verändert werden, verändert sich nicht nur eine zusätzliche Materialschicht. Es können sich auch die thermischen Randbedingungen der Oberfläche gegenüber Luft, Strahlung und Solarstrahlung verändern.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur: „Wie dick ist die Schicht?“ Sondern auch: „Wie verändert sich der gesamte Wärmeweg?“
Eine hauchdünne Beschichtung kann den Wärmetransport verändern.
Das ist kein neues oder exotisches Prinzip. Moderne Wärmeschutzverglasungen verwenden sogenannte Low-E-Beschichtungen.
Diese hauchdünnen, praktisch unsichtbaren Schichten verändern die thermischen Eigenschaften der Glasoberfläche und reduzieren insbesondere den langwelligen Wärmestrahlungsaustausch.
Dadurch kann sich der U-Wert des gesamten Fensters deutlich verbessern – obwohl die Beschichtung selbst extrem dünn ist.
Wärmeschutz entsteht nicht ausschließlich dadurch, dass man mehr Material zwischen warm und kalt bringt. Auch die Eigenschaften einer Oberfläche können beeinflussen, wie Wärme zwischen Bauteil und Umgebung übertragen wird.
Technischer Hintergrund: Das U.S. Department of Energy beschreibt Low-E-Beschichtungen ausdrücklich als Maßnahme zur Reduzierung des U-Faktors. U.S. Department of Energy – Low-E und Fensterleistung
Die Wirkung einer veränderten Oberfläche - Gemessen.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob eine dünne Beschichtung theoretisch funktionieren könnte. Entscheidend ist, was am realen Bauteil tatsächlich gemessen wird.
In-situ-U-Wert-Messung mit nur 0,5 mm PScoat
Gemessen am realen Bauteil über einen mehrstündigen Messverlauf – nicht als Momentaufnahme.
Was zeigt diese Messung?
Der U-Wert wurde am realen Bauteil über einen längeren Zeitraum ermittelt. Der Messverlauf zeigt, wie sich der berechnete U-Wert nach der Einschwingphase über längere Zeit in einem niedrigen Bereich bewegt.
Damit betrachten wir nicht nur einen einzelnen Temperaturwert, sondern den zeitlichen Verlauf des Wärmeübergangs unter realen Bedingungen.
Solche Messungen wurden bei PScoat nicht nur einmal durchgeführt. Die Wirkung wurde an unterschiedlichen Gebäuden und Bauteilaufbauten wiederholt untersucht und reproduziert.
So sieht die Veränderung im Wärmebild aus.
Der zuvor am realen Gebäude gemessene U-Wert zeigt sich auch in der thermischen Darstellung der Fassade.
Deutlich sichtbare Wärmeabgabe
Die beheizten Gebäudeflächen treten im Wärmebild deutlich gegenüber der kälteren Umgebung hervor.
Die Fassade verschmilzt thermisch mit der Umgebung
Nach der Beschichtung ist die zuvor deutlich hervortretende Fassadenfläche im Wärmebild wesentlich weniger ausgeprägt.
Sie müssen uns
nicht einfach glauben.
Die thermische Wirkung von PScoat wurde unter kontrollierten Bedingungen und an realen Gebäuden untersucht. Deshalb gehen wir einen Schritt weiter: Wir verbinden unsere Leistung mit einem messbaren Ergebnis am behandelten Bauteil.
Entscheidend ist, was an Ihrem Gebäude tatsächlich erreicht wird. Die Energiespargarantie reduziert Ihr Risiko und macht die zugesagte thermische Wirkung überprüfbar.
Ihr Gebäude
Ausgangssituation und vorhandener Wandaufbau werden betrachtet. Entscheidend ist immer das konkrete Bauteil – nicht ein theoretischer Musteraufbau.
PScoat anwenden
Die Beschichtung wird entsprechend dem gewählten System und der vorgesehenen Anwendung aufgebracht.
Ergebnis überprüfen
Auf Wunsch kann die thermische Wirkung durch eine dokumentierte U-Wert-Messung am konkreten Bauteil überprüft werden.
Ein überprüfbares Ergebnis.
Die Garantie bezieht sich auf die zugesagte thermische Wirkung der behandelten Außenwand. Individuelles Heizverhalten, Lüftungsverhalten oder Undichtigkeiten der Gebäudehülle sind davon unabhängig.
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