Was kann PScoat
wirklich?
PScoat ist keine herkömmliche Wandfarbe. Es handelt sich um eine thermisch wirksame Funktionsbeschichtung, deren Wirkung sich nicht allein über die Schichtdicke erklären lässt.
Deshalb zeigen wir nicht nur Produktversprechen, sondern Messungen an realen Bauteilen, kontrollierten Testaufbauten und ausgeführten Gebäuden.
Bei einer klassischen homogenen Dämmung lässt sich die Wärmedämmwirkung im Wesentlichen über Wärmeleitfähigkeit und Schichtdicke beschreiben.
Bei einer Funktionsbeschichtung können dagegen mehrere physikalische Effekte zusammenwirken. Entscheidend ist deshalb die messbare Veränderung des thermischen Widerstands unter definierten Randbedingungen.
Genau hier setzen unsere Untersuchungen an: Wir betrachten nicht nur das Material auf dem Papier, sondern das Verhalten des ausgeführten Bauteils.
Welche Effekte können zur thermischen Wirkung beitragen?
PScoat ist kein homogener Dämmstoffblock. Die thermische Wirkung einer Funktionsbeschichtung kann aus dem Zusammenspiel mehrerer physikalischer Eigenschaften entstehen.
Wärmeleitung
Die Mikrostruktur der Beschichtung beeinflusst den Wärmeübergang und den Wärmetransport innerhalb der Schicht.
Wärmestrahlung
Oberflächeneigenschaften wie Emissionsgrad beeinflussen den Strahlungsaustausch an der Bauteiloberfläche.
Wärmeübergang
Die Eigenschaften der Grenzflächen können den Wärmeübergang zwischen Oberfläche und Umgebung beeinflussen.
Mikrostruktur
Eingelagerte Mikropartikel und Hohlstrukturen unterscheiden die Beschichtung von einer gewöhnlichen homogenen Farbe.
Eine reale PScoat-Wand.
Fast 12 Stunden gemessen.
Am 06./07.09.2026 wurde eine real ausgeführte PScoat-Wand mit einem Testo 635-2 und U-Wert-Messkit über nahezu zwölf Stunden kontinuierlich aufgezeichnet.
Reale In-situ-Messung
Testo 635-2 · U-Wert-Messkit · kontinuierliche Aufzeichnung · vollständige Rohdaten dokumentiert.
Vollständigen Messbericht ansehen →Was wurde gemessen?
Gemessen wurde an einer real ausgeführten Außenwand mit PScoat. Der Wandaufbau umfasst historischen Vollziegel, Putzschichten sowie die außenliegende PScoat-Beschichtung.
Die Beschichtung war ungefähr 0,5 mm stark. Eingesetzt wurden Basic B und PSC Build in der 2024er Formulierung.
Im stabilen Zeitraum von 01:15 bis 03:15 Uhr lag der gemessene U-Wert im Mittel bei rund 0,140 W/(m²K).
Von U-Wert zu äquivalenter Wärmeleitfähigkeit
Aus dem gemessenen zusätzlichen thermischen Widerstand kann für die untersuchte Beschichtungsdicke ein äquivalenter Vergleichswert abgeleitet werden.
Für die Website verwenden wir deshalb den gerundeten technischen Vergleichswert λ ≈ 0,0001 W/(m·K).
Was passiert an einer echten Wand?
Thermografie ersetzt keine normgerechte U-Wert-Bestimmung. Sie kann aber sehr anschaulich zeigen, wie sich die Oberflächentemperatur eines Bauteils unter vergleichbaren Bedingungen verändert.
Gleiche Wand.
Deutlich andere Oberflächentemperatur.
Außentemperatur etwa 0 °C, Raumtemperatur etwa 20 °C. Die Thermografie zeigt die Veränderung der inneren Oberflächentemperatur.
Eine einzelne Oberflächentemperatur ist nicht unmittelbar mit einem normativen U-Wert gleichzusetzen. Für die quantitative Bewertung sind Randbedingungen und Messmethodik entscheidend.
Wandoberfläche
Beispielmessung an einer historischen Wand bei vergleichbaren Innen- und Außenbedingungen.
kWh/Jahr
Dokumentierter Beispielwert eines Gebäudes aus dem späten 19. Jahrhundert.
Vorlauftemperatur
Weitere Vergleichsmessung an einem historischen Gebäude unter konstanter Heizungs-Vorlauftemperatur.
Nicht nur am Gebäude gemessen.
In einem kontrollierten Versuchsaufbau wurde ein mehrschichtiger Wandaufbau unter definierten Temperaturbedingungen verglichen.
| Aufbau | Energie / 24 h | Veränderung ggü. Referenz |
|---|---|---|
| Referenz | 6,58 kWh | — |
| PSC | 4,38 kWh | −33,4 % |
| 100 mm Polystyrol | 4,48 kWh | −31,9 % |
| PSC + Fassadenbeschichtung | 4,08 kWh | −38,0 % |
kWh
Referenzaufbau über 24 Stunden.
kWh
PSC-Aufbau im gleichen Test.
kWh
PSC plus zusätzliche Fassadenbeschichtung.
Was die Messungen zeigen – und was nicht.
- eine messbare Veränderung des thermischen Widerstands
- reduzierten Energiebedarf im untersuchten Testaufbau
- verändertes Abkühlverhalten
- deutliche Veränderungen der Oberflächentemperaturen
- thermische Effekte unter kontrollierten und realen Bedingungen
- einen universellen U-Wert für jede Wandkonstruktion
- die pauschale Ersetzung jeder konventionellen Dämmung
- die Übertragung jedes Laborwertes auf jedes Gebäude
- dass Randbedingungen bei Messungen keine Rolle spielen
Die technischen Fragen.
Ist PScoat einfach eine „Dämmfarbe“?
Wie kann eine Schicht von etwa 0,5 mm thermisch wirken?
Was bedeutet λ ≈ 0,0001 W/(m·K)?
Kann PScoat in einer U-Wert-Berechnung berücksichtigt werden?
Warum gibt es unterschiedliche Lambda-Werte?
Warum wird nicht einfach mit 10 cm EPS verglichen?
Warum sind reale U-Wert-Messungen wichtig?
Wer tiefer einsteigen will, bekommt die Daten.
Messungen sind nur dann wirklich aussagekräftig, wenn die zugrunde liegenden Daten nachvollziehbar sind.
Sie müssen uns nicht glauben.
Schauen Sie sich die Messungen an, prüfen Sie die Daten und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.
Was ist PScoat eigentlich?
PScoat ist keine herkömmliche Wandfarbe, sondern eine thermisch wirksame Funktionsbeschichtung.
Die thermische Wirkung entsteht nicht allein durch die Dicke einer klassischen, homogenen Dämmschicht. Bei PScoat spielen Wärmeleitung, Wärmestrahlung und Wärmeübergänge an der Oberfläche zusammen.
Deshalb lässt sich die Wirkung nicht sinnvoll allein durch den Vergleich „0,5 mm Beschichtung gegen 100 mm Dämmstoff“ beurteilen. Entscheidend ist der resultierende Wärmewiderstand des gesamten Bauteils unter definierten Randbedingungen.
Die Wirkung wurde sowohl in kontrollierten Prüfaufbauten als auch an real ausgeführten Bauteilen untersucht. Auf unserer Messungsseite veröffentlichen wir dazu Messaufbauten, Messverläufe und Messdaten.
Wie kann eine so dünne Schicht thermisch wirken?
Die Schichtdicke allein beschreibt die thermische Wirkung von PScoat nicht vollständig.
Bei einer klassischen homogenen Dämmplatte wird der Wärmewiderstand im Wesentlichen über Schichtdicke und Wärmeleitfähigkeit beschrieben. Bei einer thermisch wirksamen Beschichtung können zusätzlich Strahlungseffekte und Wärmeübergänge an den Grenzflächen relevant sein.
Deshalb betrachten wir bei PScoat nicht nur einen einzelnen Materialparameter, sondern das messbare thermische Verhalten des beschichteten Bauteils.
Was bedeutet der Lambda-Wert bei PScoat?
Lambda-Wert und äquivalente Wärmeleitfähigkeit
Für die Berechnung eines mehrschichtigen Wandaufbaus wird jeder thermisch relevante Bestandteil über seinen Wärmewiderstand berücksichtigt.
Für eine homogene Schicht gilt:
R = d / λ
Bei PScoat kann aus dem gemessenen zusätzlichen Wärmewiderstand der beschichteten Wand ein äquivalenter Lambda-Wert für die untersuchte Schichtdicke abgeleitet werden.
Im untersuchten Schichtdickenbereich von etwa 0,3 bis 1,5 mm zeigen die Vergleichsuntersuchungen einen annähernd linearen Zusammenhang zwischen Schichtdicke und zusätzlichem Wärmewiderstand.
Für die untersuchten Aufbauten ergibt sich daraus ein äquivalenter technischer Vergleichswert in der Größenordnung von λ ≈ 0,0001 W/(m·K).
Dieser Wert dient dazu, die gemessene thermische Wirkung in ein konventionelles Rechenmodell für mehrschichtige Bauteile zu übertragen.
Oft gestellte technische Fragen zu PScoat
Ist PScoat eine Dämmfarbe?
Nein. PScoat wird als thermisch wirksame Funktionsbeschichtung eingesetzt. Die thermische Wirkung wird nicht ausschließlich über eine klassische homogene Dämmschicht beschrieben, sondern über das thermische Verhalten des beschichteten Bauteils.
Wie kann 0,5 mm PScoat überhaupt dämmen?
Die Wirkung kann nicht allein aus der Schichtdicke beurteilt werden. Neben Wärmeleitung sind bei einer Beschichtung auch Wärmeübergänge und Strahlungsvorgänge relevant. Entscheidend ist deshalb der messbare Wärmewiderstand des gesamten Bauteils.
Welchen Lambda-Wert hat PScoat?
Für die untersuchten Systeme lässt sich aus dem gemessenen zusätzlichen Wärmewiderstand ein äquivalenter Lambda-Wert in der Größenordnung von 0,0001 W/(m·K) ableiten. Dieser Wert beschreibt die Übertragung des gemessenen Systemverhaltens in ein konventionelles Rechenmodell.
Kann man PScoat in einer U-Wert-Berechnung berücksichtigen?
Ja. Für einen konkreten Wandaufbau kann der zusätzliche Wärmewiderstand der Beschichtung berücksichtigt und daraus ein U-Wert des gesamten Bauteils berechnet werden.
Ist der Lambda-Wert bei jeder Schichtdicke gleich?
Im untersuchten Bereich von etwa 0,3 bis 1,5 mm zeigen die Untersuchungen einen annähernd linearen Zusammenhang zwischen Schichtdicke und zusätzlichem Wärmewiderstand. Bei größeren Schichtdicken nimmt diese Linearität ab.
Warum ist PScoat nicht einfach mit 10 cm EPS vergleichbar?
Ein direkter Vergleich der Materialdicken ist nicht sinnvoll. Entscheidend ist der Wärmewiderstand beziehungsweise der resultierende U-Wert des jeweiligen Bauteils.
Gibt es unabhängige Untersuchungen?
Ja. Neben eigenen Messungen liegen Untersuchungen externer Prüf- und Forschungseinrichtungen vor. Zusätzlich werden auf der Messungsseite reale Bauteilmessungen mit dokumentiertem Messaufbau veröffentlicht.
Warum zeigen Sie reale U-Wert-Messungen?
Weil die Wirkung eines Systems nicht nur theoretisch beschrieben werden soll. Messungen an real ausgeführten Bauteilen zeigen, welches thermische Verhalten unter den dokumentierten Randbedingungen tatsächlich erreicht wurde.
Warum finden sich unterschiedliche Lambda-Werte in verschiedenen Untersuchungen?
Weil die Werte aus unterschiedlichen Prüfaufbauten und Berechnungsmethoden stammen. Sie sind deshalb nicht zwangsläufig identische Materialkonstanten. Entscheidend ist, welchen Aufbau die jeweilige Untersuchung charakterisiert, und der tatsächliche Wärmedurchgang in der Praxis.
Was passiert tatsächlich am Gebäude?
Die thermische Wirkung von PScoat lässt sich nicht nur theoretisch beschreiben. Sie wurde auch an real ausgeführten Gebäuden untersucht.
Bei einem Wohnhaus aus dem Jahr 1900 wurden bei vergleichbaren Bedingungen vor und nach der Beschichtung die Innenoberflächentemperaturen der Außenwand gemessen.
Außentemperatur: ca. 0 °C
Raumtemperatur: ca. 20 °C
Vorher: 12,9 °C Wandoberfläche
Nachher: 19,0 °C Wandoberfläche
Die vollständige Dokumentation und weitere Messungen finden Sie auf unserer Messungsseite.
